Eine nachträgliche Miturheberschaft (§ 8 UrhG) an Software kommt in Frage, wenn ein eigenschöpferischer Beitrag nach Erstellung der Software geleisteet wird.


Beispiele:

  1. Anpassung einer Softare an eine Kundenumgebung ( insb. über Parametrisierung hinaus)
  2. neue Funktionalität u.a. durch Einbindung von (neuen) Bibilotheken oder Routinen

Die Auswahl von anclickbaren Optionen innerhalb einer Software – also ohne deren Veränderung – dürfte aus Auswahl vorgegebener Wahlmöglichkeiten regelmäßig nicht zur Miturhebereschaft an der Software führen.
Als Folge sind der ursprüngliche Schöpfer ( oder das Team der Software-Entwicklung ) und der Bearbeiter Gesamturheber der konkreten Software.
Praxis-Hinweis: Bei langlebiger Software, die der unterliegen soll, empfiehlt sich frühzeitig eine Regelung der Bearbeitungsrechte und der Rechtsfolgen einer Bearbitung in der Software-.

Rechtsanwalt Siegfried Exner, Kiel – http://www.online-law.de

Kommentieren ist momentan nicht möglich.